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Rohrleitungsdämmung – Geringinvestive Maßnahme mit erheblichem Einspareffekt

Münster, 27. August 2015. – Dämmung der Gebäudetechnik lohnt sich trotz gesunkener Energiepreise

Dass  durch die energetische Sanierung von Altbauten Energie eingespart werden kann, steht außer Frage. Ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung von Sanierungsmaßnahmen und in der Regel auschlaggebend bei der Investitionsentscheidung ist die Amortisationsdauer. Gesunkene Energiepreise lassen derzeit nicht nur Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der Fassadendämmung aufkommen, viele Hausbesitzer scheuen auch die nicht unerheblichen Einschränkungen durch die Renovierungsarbeiten. Neben der Dämmung der thermischen Gebäudehülle gibt es jedoch eine Vielzahl energetischer Sanierungsmaßnahmen, die sich nicht nur einfach umsetzen lassen, sondern sich auch innerhalb eines überschaubaren Zeitraums bezahlt gemacht haben.

Erhebliche Energieeinsparpotenziale durch Rohrleitungsdämmung in Altbauten Fast 90 Prozent des Energieverbrauchs von Privathaushalten entfällt auf die Beheizung und Warmwasserbereitung. Durch ungedämmte Rohrleitungen und Armaturen der Heizungsanlage entstehen in Altbauten große Energieverluste. Der jährliche Wärmeverlust, der allein durch ungedämmte Verteilleitungen und Armaturen im Kellerbereich verursacht wird, kann bis zu einem Viertel des Jahres- Heizenergieverbrauchs eines Wohngebäudes betragen. Trotz Nachrüstverpflichtung entsprechen zwei von drei Heizungsanlagen laut einer Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks von 2013 nicht dem aktuellen Stand der Technik; 71 Prozent der Anlagen werden als „unzureichend effizient“ bewertet.

Wie die Firma Armacell bereits 2008 in einer Untersuchung zeigte, können allein durch die Dämmung zugänglicher Rohrleitungen im Keller eines 140 m² großen Einfamilienhauses jährliche Einsparungen von bis zu 556 Euro erreicht werden. Die Installation hat sich bereits nach zwei Heizperioden bezahlt gemacht.

 

Hohe Gesamtkosten und Amortisationszeiten bei Fassadendämmung

Die Gesamtkosten für eine Modernisierung der Fassade eines vergleichbaren Einfamilienhauses (Baualtersklasse 1969 – 1977, 144 m2 Wohnfläche) auf Neubaustandard betragen laut einer Untersuchung der Deutschen Energie-Agentur (dena) aus dem Jahr 2011 rund 20.000 €.  Davon entfallen auf die Dämmung der Außenwand 8.000 €. Durch die Maßnahme können die Heizkosten pro Jahr um circa 550 € gesenkt werden. Unter Berücksichtigung der Zins-und Energiepreisentwicklung –ausgehend von 7 Cent/kWh entwirft die dena Szenarien mit einer Energiepreissteigerung von 2 %, 3 % und 4,0 %, fallende Energiepreise wurden nicht in Betracht gezogen – rechnet sich die Dämmung der Außenwand nach 14 Jahren.

 

Keine andere Sanierungsmaßnahme rechnet sich so schnell

Die Amortisationsdauer energetischer Sanierungsmaßnahmen ist abhängig von der Energiepreisentwicklung, den Kosten für die Dämmung (Material & Montagekosten) und notwendigen baulichen Vor- und Nachbereitungsarbeiten (Instandhaltungskosten). Da die Rohrdämmung im Vergleich zu anderen energetischen Sanierungsmaßnahmen eine unschlagbar kurze Investitionsrentabilität (Return on Investment) besitzt, fallen die Preisschwankungen hier nicht so sehr ins Gewicht und der Amortisationszeitraum wird auch bei günstigen Energiepreisen und höheren Kosten für die Rohrdämmung zwei bis maximal drei Heizperioden nicht überschreiten. Anders als die Fassadendämmung, die nur im Zuge einer umfassenden Modernisierung des Gebäudes zu realisieren ist, lassen sich die Leitungen jederzeit ohne große Vorarbeiten, ohne dass Dreck und Staub entstehen, innerhalb weniger Arbeitsstunden dämmen.

 

Einfache Rohrleitungsdämmung mit SH/Armaflex selbstklebend

Für die Dämmung von Rohrleitungen eignen sich besonders Materialien auf Basis synthetischen Kautschuks wie die Armaflex-Produkte der Firma Armacell. Sie sind so flexibel, dass sie sich auch bei engen Raumverhältnissen einfach und schnell verarbeiten lassen. SH/Armaflex wurde speziell für den Einsatz im Sanitär- und Heizungsbereich entwickelt. Der hochflexible Dämmstoff mit einer Wärmeleitfähigkeit von 40 °C = 0,040 [W/m∙K] entspricht den Anforderungen der Energieein-sparverordnung und der niedrige -Wert erlaubt den Einsatz geringerer Dämmschichtdicken. Für eine nachträgliche Dämmung bestehender Rohrleitungen empfiehlt sich der Einsatz selbstklebender Schläuche: Sie werden einfach um die Rohre gelegt und anschließend verklebt. Gegenüber Standardmaterial lässt sich die Montagezeit so nochmals erheblich reduzieren.

Optimale technische Dämmungen sind eine der einfachsten, kostengünstigsten und am schnellsten umzusetzenden Maßnahmen, die Energieeffizienz im Gebäudebestand zu steigern.

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